Geweih-Ikonen von Franziska Jaenisch
In Hamburg entdeckte ich unlängst eine sehr eigenartige aber umso bezaubernderere Spezies.
Die sogenannten Geweih-Ikonen der Künstlerin Theresa Franziska Jaenisch.
Diese auch als Wandbegleiter bekannten Wesen, müßen ihr wohl irgendwann einmal zugelaufen sein.
Zumindest konnte ich in Erfahrung bringen, daß sie in der Regel an der Wand hängen und das Geschehen um sich herum beobachten.
Daher nicht nur der Name. Das ist nämlich auch der Beruf dieser Geschöpfe, den sie mit Fleiß, ja zuweilen mit unglaublicher Hingabe auszuüben verstehen.
Die einzigen Bedingungen für ein ausgefülltes Leben, eine artgerechte Haltung als Wandbegleiter sind, ja genau, eine Wand und idealerweise auch ein kleiner Haken dazu in der selben.
Damit ihnen nicht langweilig wird, wäre es sinnvoll, sie täglich mehrmals umzuhängen, je nach dem, wo was los ist. Wer tagsüber selten zu Hause ist, sollte sich mehrere Geweih-Ikonen halten, sonst vereinsamen die.

Hier gewöhnen sie sich nun erstmal ein. Weil doch alles sehrsehr neu und recht ungewohnt ist, tummeln sie sich vorerst lieber im Rudel. ( Und so haben sie auch einen perfekten Rundumblick über den Laden (also fast)...)

Und hier: Maite Maite mag ihren Job. Man muss sie immer mal umhängen, sonst wird es Maite zu langweilig. Sie ist aus Modelliermasse gefertigt und trägt ein echtes Rehbockgeweih. Den Rest sieht man ja. Maites Maße sind: Höhe incl. Brett und Geweih ca. 33 cm, Stangenlänge ca. 16 cm und das Brett hat die Maße 19 cm x 13 cm. Aber Vorsicht - die hat ihre Augen überall!

Das ist Ayla (Ayla light gewissermaßen, denn ihr fehlt das wandbegleiter-typische Geweih. Nicht, dass sie jetzt eine besondere Ausnahme wäre; Ayla hat für sich lediglich eine Nische erschlossen. Nämlich diese, jenen Menschen mit einer gewissen Aversion gegen tierisches Horn durch eben diesen Verzicht entgegen zu kommen. Stattdessen schmückt sie ihr Haupt mit einem hübschen, anemonig-blümeranten Accessoire. Hin-rei-ssend)